Unsere Angebote in Planung

Fühlen Sie sich von einem oder mehreren unserer Themen angesprochen? Verfügen Sie über relevante Expertise oder möchten Sie einfach am Thema dran bleiben? Wir sind stets auf der Suche nach engagierten Menschen, die sich mit unserer Unterstützung aktiv bei unseren Angeboten einbringen. Kontaktieren Sie uns gerne unter kontakt@rc-suedbaden.org. Dann sehen wir weiter...

 

Stand: 17.08.2026

Workshop: Umgang mit Psychiaterinnen und Psychiatern

Viele Menschen haben Erfahrungen mit Besuchen bei Psychiater:innen. Wir suchen Menschen, die bereit sind darüber zu sprechen. Unser Fokus liegt darauf, wie Kommunikation mit Psychiater:innen von beiden Seiten her gelingen kann. Welches Verhalten behindert den gegenseitigen Austausch und welches Verhalten födert die Beziehung zwischen Psychiater:innen und Patient?

Hast du Interesse bei der Vorbereitung der Veranstaltung mitzuwirken oder über deine Erahrungen zu berichten? Angesprochen sind hiermit Patienten, deren Angehörige und Psychiater:innen. 

Präsenz-Fortbildung: Wellness Recovery Action Plan (WRAP)

"WRAP" steht für "Wellness Recovery Action Plan" und wird ins Deutsche übersetzt als "Aktionsplan zur Erholung des Wohlbefindens" oder "Genesungs- und Wohlbefindens-Aktionsplan". Es ist ein selbstgestalteter Prozess zur Prävention und Verbesserung des eigenen Wohlbefindens, der dabei hilft, gesund zu bleiben und das eigene Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Wir möchten eine Workshop entwickeln in dem wir den WRAP kennenlernen und die Teilnehmenden dazu befähigen einen eigenen WRAP zu erstellen. Mach mit!

Der WRAP wird im Kontext der psychiatrischen Hilfen und der Selbsthilfe genutzt.

Die Entwicklerin des Wellness Recovery Action Plan (WRAP) ist Mary Ellen Copeland. Sie ist eine US-amerikanische Autorin, Pädagogin und Fürsprecherin im Bereich psychische Gesundheit (Mental Health Advocate). 

Mary Ellen Copeland entwickelte das WRAP-Konzept Ende der 1990er Jahre, basierend auf ihrer eigenen Genesungsgeschichte von einer bipolaren Störung und der Untersuchung von Bewältigungsstrategien bei anderen Menschen, die ähnliche Herausforderungen erfolgreich meisterten. Anstatt sich nur auf die Krankheit zu konzentrieren, erforschte sie, welche Wellness-Strategien den Menschen halfen, gesund zu bleiben.

IWS-Kurs: In-Würde-zu-sich-stehen

Wie, wo und ob?

Ein mehrteiliger Kurs, ursprünglich aus den USA, bei dem es um die persönliche Offenlegung von psychiatrischen Diagnosen geht. Wird von zwei Expert:innen durch Erfahrung geleitet.

Mehr dazu hier...

Workshop "Krisen verstehen und bewältigen" für krisenerfahrene Menschen

Workshop "Krisen verstehen und bewältigen" für krisenerfahrene Menschen"

Der Workshop soll den Teilnehmenden ermöglichen Krisen besser zu verstehen und Wege zu finden, mit ihnen umzugehen.

Krisen können jeden Menschen treffen und unterschiedliche Ursachen haben – persönliche Veränderungen, Konflikte, Überforderung, psychische Belastungen oder einschneidende Lebensereignisse.

Die Psychiatrie ordnet die Krisen mit Hilfe von Diagnosen ein und damit Krisen als Krankheiten. Für den Betroffenen sind Krisen oft zunächst nicht erkennbar.

Die Veranstaltung beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Fragen:

• Was ist eigentlich eine Krise und wie entsteht sie?
• Woran erkenne ich, dass ich mich in einer Krise befinde?
• Welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen können Krisen begleiten?
• Welche persönlichen Ressourcen und Stärken helfen mir bei der Bewältigung?
• Was kann ich selbst tun, wenn eine Krise entsteht?
• Wann und wo ist es sinnvoll, Unterstützung von anderen anzunehmen?
• Wie kann ein persönlicher Krisenplan aussehen?

Neben der Vermittlung von Wissen steht der persönliche Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Durch praktische Übungen und Reflexion können die Teilnehmenden eigene Strategien entwickeln, die ihnen helfen, Krisen frühzeitig zu erkennen, anzunehmen und möglichst selbstbestimmt zu bewältigen.

Ziel der Veranstaltung ist es, Sicherheit im Umgang mit Krisen zu gewinnen, eigene Ressourcen zu entdecken und konkrete Handlungsmöglichkeiten für schwierige Situationen kennenzulernen.

Fabian Aly (siehe auch: EKT - Mein Denken braucht eine Pause)

Selbsthilfegruppen seelische Gesundheit

Die Beschreibung des Angebots folgt in Kürze.

Psychopharmaka - Wirkungen und unerwünschte Wirkungen

Hinführung zum Thema

"Psychopharmaka – Wirkung und unerwünschte Wirkungen"

Psychopharmaka sind Medikamente, die gezielt auf das zentrale Nervensystem und damit auf Erleben, Denken, Stimmung, Antrieb oder Verhalten wirken.

Die Psychiatrie ordnet je nach Symptomen verschiedene Medikamente an. Diese sollen den Betroffenen die jeweiligen Symptome lindern.

Ein wichtiger Grundsatz ist dabei: Bei Psychopharmaka muss man zwischen therapeutischer Wirkung und Nebenwirkung unterscheiden.
Eine Wirkung, die bei einer Erkrankung erwünscht ist, kann unter anderen Umständen unerwünscht sein. Bei Psychopharmaka gibt es also nicht nur die medizinische Frage „Wirkt das Medikament?“.

Für Betroffene ist ebenso wichtig: „Was macht das Medikament mit meinem Erleben, meinem Alltag und meiner Genesung?“

Drei verschiedenen Sichtweisen:

Psychiatrie:
→ Symptome behandeln und Stabilität herstellen
Menschen mit psychischer Krisenerfahrung:
→ Wirkung und Nebenwirkungen im eigenen Leben erfahren
Recovery:
→ entscheiden, welches Leben man mit oder trotz der Erkrankung führen möchte

Psychopharmaka können Krisen unterbrechen und Stabilität ermöglichen. Sie können aber auch selbst zur Belastung werden.

Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob ein Medikament Symptome reduziert, sondern ob die Behandlung insgesamt dazu beiträgt, dass ein Mensch wieder ein selbstbestimmtes und lebenswertes Leben führen kann. 

Dabei ist eine wichtige Frage: Kann der Patient Kompromisse zwischen Wirkung und Nebenwirkung schliessen?

Fabian Aly (siehe auch: EKT - Mein Denken braucht eine Pause)

Elektrokonvulsionstherapie (EKT) - Segen oder Fluch?

Hinführung zum Thema:

"Elektrokonvulsionstherapie (EKT) – Segen oder Fluch?"

Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist eine medizinische Behandlung, die vor allem bei schweren psychischen Erkrankungen eingesetzt wird. Dabei wird unter einer kurzen Vollnarkose durch einen kontrollierten elektrischen Impuls ein therapeutischer Krampfanfall ausgelöst. Ziel ist es, krankheitsbedingte Veränderungen der Gehirnfunktion zu beeinflussen.

Die EKT gilt als eine der wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten insbesondere bei schweren Depressionen, vor allem wenn andere Therapien nicht ausreichend geholfen haben. Auch bei bestimmten
Formen von Manie oder schweren psychotischen Erkrankungen kann sie eingesetzt werden.

Gleichzeitig ist die EKT eine Behandlung, die Fragen und Ängste aufwerfen kann. Häufige vorübergehende Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit und Gedächtnisstörungen. Insbesondere Gedächtnislücken rund um die Behandlung können für Betroffene belastend sein. Wie stark und wie lange diese Beschwerden auftreten, ist individuell unterschiedlich.

EKT – Segen oder Fluch? Genau zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die Diskussion:

Segen, wenn eine schwere Erkrankung auf andere Behandlungen kaum anspricht und die EKT eine deutliche Besserung oder sogar die entscheidende Wende ermöglicht. Die Gedächtnisstörungen können
auch Segen sein. Dabei fängt man nach der EKT "neu zu Denken an", eine sogenannte „Fresh Soul“.

Fluch, wenn Nebenwirkungen wie Gedächtnisprobleme als schwerwiegend erlebt werden oder wenn Betroffene die Behandlung als belastend, beängstigend oder nicht ausreichend selbstbestimmt erfahren. Einige Betroffene empfinden die Behandlung als Folter.

Die Veranstaltung soll deshalb nicht einfach die Frage beantworten, ob EKT „gut“ oder „schlecht“ ist. Vielmehr geht es darum, medizinische Erkenntnisse, persönliche Erfahrungen, Chancen, Risiken und
Fragen der Selbstbestimmung miteinander ins Gespräch zu bringen.

EKT – Segen oder Fluch? Eine Behandlung zwischen Hoffnung, Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Selbstbestimmung.

Fabian Aly (siehe auch: EKT - Mein Denken braucht eine Pause)

Erfahrungswissen von Menschen mit Psychiatrieerfahrung - Chancen, Nutzen, Wirkung

Hinführung zum Thema:

"Erfahrungswissen von Menschen mit Psychiatrieerfahrung - Chancen, Nutzen, Wirkung"

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, welchen Wert das persönliche Erfahrungswissen von Menschen mit psychischen Krisen und Erkrankungen für andere Menschen, das Hilfesystem und die
Gesellschaft haben kann.

Dabei steht nicht die Diagnose im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung: Was bedeutet es, eine psychische Krise zu erleben? Was hilft tatsächlich? Was wird durch professionelle Hilfesysteme möglicherweise übersehen? Und welche Erkenntnisse können Menschen aus ihren eigenen Krisen und Genesungswegen
weitergeben?

Mögliche Schwerpunkte:

• Erfahrungswissen als Ergänzung von Fachwissen:
Persönliche Krisen- und Genesungserfahrungen können eine Wissensform sein, die professionelles
Fachwissen ergänzt.
• Perspektivwechsel:
Betroffene werden nicht nur als Patientinnen und Patienten betrachtet, sondern als Menschen mit Kompetenzen und wertvollen Erfahrungen.
• Peer-Arbeit und Ex-In:
Menschen mit eigener Krisenerfahrung können andere auf Augenhöhe begleiten und Hoffnung vermitteln.
Nutzen für das Hilfesystem:
Erfahrungswissen kann helfen, Angebote stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen psychisch belasteter Menschen auszurichten.
• Chance für die Gesellschaft:
Erfahrungen mit psychischen Krisen können zu mehr Verständnis beitragen und Vorurteile und Stigmatisierung abbauen.

Leitfrage der Veranstaltung
Ist Erfahrungswissen psychisch belasteter Menschen lediglich eine persönliche Erfahrung – oder kann daraus ein Wissen entstehen, das für andere Menschen, das Hilfesystem und die Gesellschaft einen konkreten Nutzen hat?

Dabei kann die Veranstaltung bewusst offen bleiben: Erfahrungswissen ist weder Ersatz für medizinisches oder psychotherapeutisches Fachwissen noch bloß eine subjektive Meinung. Es kann eine eigenständige Perspektive sein, die zusammen mit Fachwissen ein umfassenderes Verständnis psychischer Krisen ermöglicht. Dabei ist der Kompromiss zwischen eigener Erfahrung und Behandlung für die Genesung der Betroffenen ein zentrale Erkenntniss.

Fabian Aly (siehe auch: EKT - Mein Denken braucht eine Pause)

Wohnen mit psychischen Belastungen

Beschreibung folgt in Kürze...

Flucht und seelische Gesundheit

Inzwischen leben in Deutschland eine große Anzahl von Menschen, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind. Viele davon haben traumatische Erlebnisse erfahren, aber auch das Leben in Deutschland birgt für sie ein großes Risiko psychisch zu erkranken. Trotzdem suchen viele Menschen mit Fluchterfahrung seltener Hilfe durch die Psychiatrie, als Bürger, die schon länger in Deutschland wohnen. Dies hat verschiedene Gründe. In unserem Angebot "Flucht und seelische Gesundheit" wollen wir diese Zusammenhänge deutlich machen und nach Lösungen suchen, wie geflüchtete Menschen besser vom psychosozialen und psychiatrischen Hilfesystem profitieren können.

Leider haben wir dafür noch keine geeignete Menschen, die das Angebot gestalten und durchführen möchten bzw. können.

Haben Sie eine passende Expertise dazu oder kennen jemand damit? Dann schreiben Sie uns bitte, damit wir Personen finden, mit denen wir unser Vorhaben realisieren können.

DEINE IDEE...

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Wir freuen uns auf Sie!
Fabian, Mirjam, Rainer und Stefan