Bericht vom: Analog fotografieren
Tauchen Sie ein in die Welt der analogen Fotografie. Erfahren Sie, wie der erste Kurstermin die Teilnehmenden nicht nur technisch, sondern auch psychologisch bereicherte, ganz im Sinne des Recovery-Ansatzes.
1. Treffen

Mehr als nur Bilder machen
Der erste Termin des Kurses "Analog fotografieren" mit Sven Reutner war ein voller Erfolg. Die Teilnehmenden lernten nicht nur die Grundlagen des Fotografierens, sondern erkundeten auch die psychologischen Aspekte der Analog-Fotografie im Einklang mit dem Recovery-Ansatz. Es geht darum, das Fotografieren bewusst zu erleben und die therapeutischen Vorteile dieses entschleunigten Prozesses zu entdecken.

Die Vorteile der Entschleunigung
Die Analogfotografie bietet einzigartige Vorteile: Die Geduld und Vorfreude beim Warten auf die entwickelten Fotos schaffen eine besondere Spannung. Die Entschleunigung beim Fotografieren fördert Achtsamkeit und ein tieferes Verständnis der Aufnahmeparameter. Anders als bei der digitalen Fotografie steigt der Wert jedes einzelnen Fotos, wenn nicht tausende Schnappschüsse gemacht werden können, was zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit jedem Motiv führt.

Praktische Einblicke und erste Schritte
Sven Reutner bereicherte den Kurs mit einer Auswahl verschiedener Kameras, die den Teilnehmenden halfen, ein technisches Verständnis der unterschiedlichen Kameratypen zu entwickeln. Er vermittelte nicht nur praktische Tipps, sondern auch viele "philosophische" Aspekte des analogen Fotografierens. Als besonderes Highlight erhielt jede teilnehmende Person eine analoge Kompaktkamera, um bis zum nächsten Termin erste eigene Fotos zu machen und das Gelernte direkt anzuwenden.
2. Treffen
Dieses Mal hatten wir uns vorgenommen, die Räume des Sozialpsychiatrischen Dienstes zu verlassen und in der naheliegenden Innenstadt von Freiburg Fotoaufnahmen zu machen.
Zuerst wurden unsere Kameras gecheckt. Teilweise hatte es zuhause Probleme mit dem Filmeinlegen gegeben oder für eine Kamera mussten wir bei DM eine neue Batterie kaufen. Toll, dass Sven uns allen kleine analoge Kompaktkameras ausgeliehen hatte, so dass wirklich alle von uns praktische Erfahrungen machen konnten.
Sven Reutner führte uns danach mit guten Ortskenntnissen durch Freiburg und für einige von uns gab es noch nicht bekannte, sehenswerte Gassen und Wege zu erkunden. Wir gingen mit offenen Augen durch Freiburg und machten mit unseren Analogkameras Fotos von Motiven, die wir besonders inspirierend fanden. Sven Reutner gab uns dabei Tipps und wir spürten, wie wir während der Fototour den Alltag hinter uns lassen konnten.
„Ich habe allein schon durch das bewusste Gehen durch die Freiburger Innenstadt verborgende Schätze in Freiburg gesehen, die ich bisher nicht kannte"
„Es ist ein besonderes Erlebnis mit einer kleinen Gruppe fotografierend durch Freiburg zu schlendern. Man kommt sich dabei auf eine ganz eigene Art näher“
"Es ist erstaunlich, wieviel Berührungspunkte es zwischen dem Recoverykonzept und dem analogen Fotografieren gibt. Achtsamkeit lernen, Geduld üben, einen anderen Blick bekommen, Entschleunigung erleben: Das sind alles zugehörige Faktoren.
Nun freuen wir uns auf das nächste Mal. Dann hat Sven geplant, dass wir nicht viele verschiedene Orte besuchen, sondern an einem bestimmten Ort verweilen, wo wir die Schönheiten kennen lernen sollen, die in den vielen unscheinbaren Dingen verborgen sind. Den Ort bekommen wir erst beim nächsten Termin mitgeteilt.